• Katrin Busch-Holfelder

Gestalte Deine Entscheidungen: Keine Zeit?


Jeder kennt’s: Die Tage sind voll und es ist immer mehr zu tun, als der Tag lang ist. Die to dos auf den Listen sind abends wieder mal nicht abgearbeitet. Das Hamsterrad dreht sich - täglich. Abends das schlechte Gewissen, Unzufriedenheit darüber, was wieder alles unter den Tisch gefallen ist. Einfach mal wieder keine Zeit gehabt – grübeln, ärgern, Selbstvorwürfe.

Liegt es am Zeitmangel? Oder ist es …

…eine Frage der Entscheidung?

Für und gegen welche Aktivitäten ENTSCHEIDEN wir uns und wofür steht das ominöse „keine Zeit haben“, das wir doch von allen Seiten so oft hören?

Hier ein paar Beispiele aus meiner persönlichen Erfahrung:

💭 „Ich habe keine Lust“

💭 „Ich bin nicht motiviert“

💭 „Mir ist es einfach nicht wichtig“

💭 „Ich bevorzuge, etwas anderes zu tun“

💭 „Ich will an das Thema nicht ran“

💭 „Es strengt mich zu sehr an“

💭 „Ich will ja, aber ich weiß nicht wie“

💭 „Ich will meine Komfortzone nicht verlassen“

💭 „Ich habe Angst“

💭 „Ich traue es mir nicht zu“

💭 „Ich bräuchte Unterstützung“

💭 „Ich habe Verpflichtungen, die wichtiger sind“

💭 „Ich richte mich nach anderen Bedürfnissen“

💭…


Zeitverschwendung

Nicht zu entscheiden, was wir mit unserer Zeit machen, kann in echter Zeitverschwendung münden. Denn Grübeln und sich im Nachhinein Ärgern, warum man etwas nicht umgesetzt hat, ändert nichts mehr und ist daher mühsam und kostet Kraft und Zeit.

Nicht nur bei mir selbst erlebe ich oft, dass wir beispielsweise, anstatt das Konfliktgespräch zu führen, endlos News-Ticker verfolgen oder dass wir den Mittagschlaf bevorzugt haben, anstatt Yoga zu machen. Dass wir lieber an der Excel-Tabelle gearbeitet haben, anstatt die aufwändige Recherche durchzuführen. Und dann passiert es fast zwangsläufig, dass wir uns darüber ärgern, was wir alles nicht geschafft haben aus angeblichem Zeitmangel. Und das stresst.

Daher rege ich an, im VORFELD zu hinterfragen, was unser „keine Zeit“ in der jeweiligen Situation bedeutet? Und WOFÜR und WOGEGEN wir uns ENTSCHEIDEN.

Das heißt konkret…

… wenn du merkst, dass Dinge liegen bleiben, weil es an Motivation mangelt, kannst du an deiner Motivation arbeiten. Wenn du siehst, dass du dir etwas nicht zutraust, kannst du dir überlegen, was dich ermutigen würde oder was dir an Kompetenzen fehlt und, wenn du Hilfe benötigst, kannst du dir diese suchen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Du kannst auf jeden Fall aktiv werden und dich nach vorne ausrichten, deine Zukunft in die Hand nehmen und bewusst Entscheidungen treffen. Und ehrlich zu dir sein. Eine bewusste Entscheidung – auch gegen etwas – hilft, das Nörgeln, das schlechte Gewissen, das Ärgern und den Stress über das nicht Erledigte abzustellen. Vielleicht war der Mittagsschlaf im Moment wichtiger oder das Konfliktgespräch war einfach noch nicht dran oder noch nicht gut vorbereitet.

Die getroffenen Entscheidungen würdigen…

… und sich darüber freuen, was wir alles geschafft haben. Ein Ansatz, den ich immer wieder empfehle. Sowie ein entspannter Umgang und weniger Strenge, sondern mehr Selbstwertschätzung und Leichtigkeit mit sich selbst.

Vielleicht gelingt es nicht immer – aber mit der Zeit sicherlich immer öfter.

Zeit und Zukunft haben also zusätzlich den Aufforderungscharakter zur Aktivität gemeinsam.

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#Entscheidungsfindung


Photo by Julian Hochgesang on Unsplash

© 2020 by Katrin Busch-Holfelder